QUARTIER 74° IN BURTSCHEID QUARTIER 74°

QUARTIER 74° IN BURTSCHEID QUARTIER 74°

Wohnen an einer der heißesten Quellen Europas 

Hot Hot Spot – die Landesbadquelle

Die Landesbadquelle, eine von zahlreichen Quellvorbrüchen des Burtscheider Thermalwasserzuges, hat Ihren Ursprung im Hohen Venn. Das dort versickernde Regenwasser tritt auf seinem Weg durch den Aachener Talkessel in Burtscheid schließlich von selbst zu Tage. Im Quellhaus des alten Landesbads werden jede Stunde rund 60 Kubikmeter Wasser in einem Sammelbecken von 13 Meter Durchmesser aufgefangen. Mit einer Austrittstemperatur von rund 74 °C ist die Landesbadquelle eine der heißesten Quellen Mitteleuropas und somit noch deutlich wärmer als die Quellen der Aachener Innenstadt. Neben der Nutzung für therapeutische Zwecke in den Kurkliniken versorgt das dampfende Quellwasser auch den Burtscheider Marktbrunnen.

Nahwärme – Energieversorgung durch Quellwasser

Es liegt auf der Hand die außergewöhnlich hohe Temperatur des Quellwassers von rund 74 °C für die Erzeugung von Raumwärme und Warmwasser des neuen Quartiers sowie der umliegenden Gebäude zu nutzen. Hierzu wird das Thermalwasser vom Quellhaus mittels spezieller Nahwärmeleitungen zu einem Wärmetauscher innerhalb des Gebäudes geführt, um das stark korrosive Thermalwasser vom Heizungswasser zu trennen. Von hier aus erfolgt dann die Übergabe in den Heizkreislauf der Abnehmer. Die Vorteile der Nahwärmeversorgung durch die Landesbadquelle sind die immens kurzen Wege zwischen Energieträger und Abnehmer, sowie ein nahezu emissionsfreie und damit innovative und ökologische Energieversorgung.

Projektbeschreibung Quartier 74°

Den Masterplan für das neue Wohnquartier im Zentrum des Aachener Kurviertels Burtscheid – entwickelten die Aachener Architekten kadawittfeldarchitektur. In mehreren Bauabschnitten entstehen vielfältige Wohneinheiten unterschiedlicher Größe, sowohl als Neubaumaßnahmen, als auch durch behutsame Sanierung der ehemaligen denkmalgeschützten Landesklinik. 

Im ersten Bauabschnitt entlang der Altdorfstraße entwarfen die Architekten als „Tor zum Quartier“ einen geschwungenen Baukörper, der die vorhandenen Wohnhäuser mit dem großmaßstäblichen Gebäudekomplex des historischen Landesbades verbindet. Die  dadurch entstehende Aufweitung des Straßenraumes als neue Vorplatzsituation rahmt ein spannungsreiches Ensemble aus „Alt“ und „Neu“: Die imposante Sandsteinfassade des historischen Landesbads wird um die hochwertige, moderne Ziegelfassade des neuen Wohngebäudes ergänzt. Horizontal verlaufende Bänder aus Betonfertigteilen gliedern die helle Steinfassade und erinnern an die Gesimse des benachbarten historischen Klinikbestands.

In der oberen Altdorfstraße schaffen zwei neue Stadthäuser mit Putzfassade einen sanften Übergang zur bestehenden historischen Wohnbebauung. Dabei stehen edle Farbtöne und Materialien wie Bronze eloxierte Fenster und Haustüren im Vordergrund.

Das sogenannte “Ärztehaus” als Teil des denkmalgeschützten Landesbads am unteren Ende der Altdorfstraße, wird als räumlicher Abschluss zum neuen Vorplatz um einen schmalen Anbau erweitert und mit warmtoniger Holzschalung verkleidet. 

Der entstehende großzügige Gebäudedurchgang zwischen neuer Wohnbebauung und altem Landesbad macht nicht nur die parkähnlichen Qualitäten des neuen Blockinneren, sondern auch die massiven Bruchsteinmauern des Quellhauses als Besonderheit des Grundstücks für die Öffentlichkeit sichtbar